Die Entwicklung der Notrufnummern und die moderne Notrufabfrage
Die Björn Schweiger Stiftung setzte sich 1973 erfolgreich dafür ein, dass die Notrufnummern 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst) sowie 110 (Polizei) in Deutschland eingeführt wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt existierten nur regionale Notrufnummern, was die Notrufabwicklung und -koordination erschwerte. Heute, fast 50 Jahre später, ist es einfacher denn je, im Notfall schnell Hilfe zu erhalten.
Die moderne Notrufabfrage
Aktuell stellen die Rettungsleitstellen die Notrufabfrage von den klassischen "5 W's" auf eine standardisierte Abfrage um. Dabei dienen die "5 W's" weiterhin als Grundlage, werden jedoch flexibler abgefragt, um eine effizientere und schnellere Notrufbearbeitung zu ermöglichen. Dadurch wird die Arbeit der Leitstellen erleichtert und die Zeit bis zum Ausrücken eines geeigneten Rettungsmittels verkürzt.
Der Ablauf eines Notrufs
Ab diesem Zeitpunkt übernehmen die Rettungskräfte die weitere Versorgung |
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Möglichkeiten, einen Notruf abzusetzen
Ein Notruf kann auf verschiedenen Wegen abgesetzt werden:
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Festnetz
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Mobilfunk
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Satellit
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E-Call (automatisches Notrufsystem in Fahrzeugen)
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Fax (für Hörgeschädigte)
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SMS (Notruf-SMS für Gehörlose)
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Notruf-Apps
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See-Funk (UKW, Grenzwelle)
Ein Notruf über Mobilfunk kann auch in Gebieten ohne Netzabdeckung erfolgen, wenn eine aktivierte SIM-Karte vorhanden ist. In solchen Fällen verbindet sich das Telefon automatisch mit dem bestverfügbaren Netz.
Notruf über Satellit
Moderne Smartphones (ab iPhone 14) können in netzlosen Gebieten einen Notruf per Satellit absetzen. Dies wird voraussichtlich auch für Android-Geräte ab Android 14 möglich sein. Der Notruf wird dabei in Form einer Notruf-SMS gesendet.